Der Verzehr von Nahrungsfetten für die gesamte westliche Welt hat in den letzten 40 Jahren quantitative wie auch qualitative Veränderungen erfahren.

In groben Zügen lassen sich zwei Zeitabschnitte unterscheiden:

  • Zwischen 1960 und 1980 nimmt der Verzehr von Nahrungsfetten stark zu und erreicht eine Tagesmenge von rund 100 g pro Person.
  • Von 1980 bis 2000 stagniert der Verzehr und die Veränderungen sind vor allem qualitativer Art. In dieser Periode steigt der Verbrauch von Pflanzenölen. Insbesondere Omega 6 reiche Öle (Sonnenblumenöl) und gesättigte Öle (Palmöl, Kopra, gehärtete Öle) finden eine breite Anwendung in Backwaren und Fertigmahlzeiten. Der Verzehr von tierischen Fetten stagniert, ja nimmt wegen des rückläufigen Konsums von tierischen Produkten sogar ab. Als Ausnahme sind Fisch und Geflügelfleisch zu erwähnen. Die veränderte Fütterungspraxis unserer Nutztiere, die durch einen verbreiteten Einsatz von Mais und Soja (zwei Omega 6 reiche Pflanzen) geprägt ist, modifiziert die Zusammensetzung der tierischen Produkte: Eier, Käse, Fleisch, u.a.m.

Als Resultat davon hat sich das Omega 6 / Omega 3 Fettsäure-Verhältnis in unserer Nahrung innert 40 Jahren um 158% erhöht. Die Bildung von Zellmediatoren, die alle grundlegenden Funktionen unseres Organismus steuern, wird durch dieses Verhältnis direkt beeinflusst. Da unser Körper auf eine Zufuhr der Omega 6- und Omega 3-Fettsäuren über die Nahrung angewiesen ist, bleiben solche Veränderungen in der Nahrungskette nicht ohne Auswirkungen auf unsere Ernährung und Gesundheit.

Seit den 60-iger und verstärkt ab den 80-iger Jahren haben Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Adipositas, Herzkreislaufstörungen und Krebs dramatisch zugenommen. Diese auch als Zivilisationserkrankungen bezeichneten Gesundheitsstörungen haben nachweislich eine alimentäre Komponente als Ursache. Dabei spielt das Verhältnis der aufgenommenen Omega 6 und Omega 3 Fettsäuren eine wichtige Rolle. Deshalb haben Veränderungen auf Feldern und Äckern und entsprechend in der Fütterungspraxis unsere Nutztiere direkte Konsequenzen für unsere Gesundheit.

Um diesem Trend aktiv entgegen zu wirken wurde die Vereinigung TradiLin gegründet. Ziel ihrer Tätigkeit ist es, die Verwendung von Lein und Gras in der Tierernährung zu fördern.
Da 2/3 unserer Nahrungsfette noch immer von unseren Nutztieren stammen, ist die Qualität der Fütterung auch für unsere eigene Ernährung von größter Wichtigkeit. Dank dieser wissenschaftlichen Grundlage erfreuen sich die TradiLin-Produkte einer wachsenden Beliebtheit und leisten einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Volksgesundheit.